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Dienstag, 29. November 2022,
Fünf weitere Bundesländer starten in die Sommerferien

ADAC-Stauprognose für das Wochenende 15.-17.07.2022

Großparkplatz Deutschland: Am kommenden Wochenende wird es auf den Fernstraßen voll wie lange nicht mehr. Grund sind die Sommerferien und die nicht existenten Corona-Einschränkungen, jedenfalls die regulatorischer Art.
ADAC
Die Grafik zeigt die Staubelastung auf
deutschen Autobahnen im Sommerreiseverkehr 2022
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Autoreisende brauchen am kommenden Wochenende besonders viel Geduld. Die Kolonnen werden sich auf den Urlauberautobahnen abschnitts- und zeitweise nur im Schritttempo fortbewegen, prognostiziert der ADAC. Mit dem Ferienbeginn in Bremen, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind inzwischen in neun Bundesländern die Schulen geschlossen. Aus Hamburg, Berlin, Brandenburg und der Mitte der Niederlande rollt jetzt die zweite Reisewelle. Auch der Norden der Niederlande hat schulfrei.

In Richtung Meer oder in den Süden sind jetzt auch viele unterwegs, die sich nicht an Ferientermine halten müssen. Extrem groß ist die Staugefahr auch auf den Zufahrtsstraßen in die Mittelgebirge, die Naherholungsgebiete und Seenlandschaften. Da die Ersten bereits wieder auf dem Nachhauseweg sind, wird es auch auf den Autobahnen in Richtung Norden nicht überall störungsfrei laufen. Damit dürfte es auf den Straßen so voll werden wie seit dem Vor-Corona-Sommer 2019 nicht mehr.

Die Spitzenzeiten auf den Autobahnen sind am Freitagnachmittag, Samstagvormittag und Sonntagnachmittag. Wer dem Stau ein Schnippchen schlagen will, fährt nachts und/oder umfährt die kritischen Abschnitte großräumig auf Bundesstraßen, wenn auch mit höherem Unfallrisiko. Unser Standardbeispiel: Vom Allgäu nach Nürnberg geht es über Kempten - Landsberg - Augsburg - Donauwörth - Weißenburg fast immer schneller als über die hoch belasteten Autobahnen - und ohne das Risiko einer nicht umfahrbaren Vollsperrung. Entsprechende Alternativstrecken bestehen an vielen Stellen.

Auf folgenden Abschnitten besteht die größte Staugefahr (beide Richtungen):
  • Fernstraßen zur und von der Nord- und Ostsee
  • Großräume Hamburg und Berlin
  • A 1 Bremen – Lübeck
  • A 2 Hannover – Braunschweig
  • A 3 Würzburg – Nürnberg – Passau
  • A 4 Kirchheimer Dreieck – Bad Hersfeld – Erfurt – Dresden
  • A 5 Karlsruhe – Basel
  • A 7 Hamburg – Flensburg
  • A 7 Hamburg – Hannover und Würzburg – Ulm – Füssen/Reutte
  • A 8 Stuttgart – München – Salzburg
  • A 9 Halle/Leipzig – Nürnberg – München
  • A10 Berliner Ring
  • A11 Berlin – Dreieck Uckermark
  • A19 Dreieck Wittstock – Rostock
  • A 24 Berlin – Hamburg
  • A 61 Mönchengladbach – Koblenz – Ludwigshafen
  • A 72 Leipzig – Chemnitz – Hof
  • A 93 Inntaldreieck – Kufstein
  • A 95 / B 2 München – Garmisch-Partenkirchen
  • A 99 Umfahrung München
Die Urlauberlawine wälzt sich auch durch das Ausland. Zu den Problemstrecken zählen Tauern-, Fernpass-, Arlberg-, Rheintal-, Brenner-, Karawanken- und Gotthard-Route sowie die Fernstraßen zu den italienischen, französischen und kroatischen Küsten. Auch der Urlauberverkehr in Richtung Nordeuropa wird beträchtlich sein. Besonderheit Österreich: Entlang der österreichischen Inntal- und Brennerautobahn ist wegen der Sperre von Ausweichrouten mit erhöhtem Verkehrsaufkommen zu rechnen.

An den Grenzen der europäischen Nachbarländer sollten Wartezeiten von rund 60 Minuten eingeplant werden, für Fahrten nach Slowenien und Kroatien, Griechenland und in die Türkei deutlich mehr. Bei der Einreise nach Deutschland sind die drei Autobahngrenzübergänge Suben (A 3 Linz – Passau), Walserberg (A 8 Salzburg – München) und Kiefersfelden (A 93 Kufstein – Rosenheim) besonders staugefährdet.
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text  Hanno S. Ritter
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