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Sonntag, 14. August 2022,
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30 Mio. teurer Neubau soll Entwicklungszeiten verkürzen und Kosten sparen

Volkswagen nimmt neues Klimazentrum in Betrieb

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VW-Klimazentrum
Volkswagen
Volkswagen hat am Montag ein neues Kälte- und Klimazentrum im Stammwerk Wolfsburg in Betrieb genommen. 30 Millionen Euro teuer, soll es künftig Entwicklungszeiten verkürzen und erhebliche Kosten einsparen.
VW-Markenchef Dr. Wolfgang Bernhard eröffnete das 5.400 Quadratmeter große Zentrum vor rund 150 Gästen, darunter Konzern-Vorstandsvorsitzender Dr. Bernd Pischetsrieder sowie dessen Vorgänger und heutiger Aufsichtsratschef Dr. Ferdinand Piëch.

Der Neubau ist auf umfangreiche Testläufe unter unterschiedlichsten klimatischen Bedingungen - von minus 40 bis plus 150 Grad Celsius - ausgerichtet. Auch Sonneneinstrahlung, Luftfeuchtigkeit bis zu 95 Prozent und bis zu 3.000 Höhenmeter sowie Fahrtwind können simuliert werden. "Es handelt sich dabei um eine Investition, die Maßstäbe in der gesamten Automobilindustrie setzt", sagte der Leiter der Aggregate-Entwicklung, Dr. Rudolf Krebs.

Die prüffertigen Fahrzeuge werden nicht wie bisher in den Kälte- und Klimakammern selbst, sondern in vorgeschalteten "Konditionierboxen" auf die jeweilige Prüftemperatur gebracht. Mit diesem Konzept erhöhe man die Kapazität deutlich, so dass pro Tag etwa 50 unterschiedliche Versuche im Zweischichtbetrieb durchgeführt werden könnten, erläuterte der Leiter des Kälte-Klima-Zentrums, Dr. Jens Pohlmann. Damit können etwa erste Erfahrungen mit Prototypen früher in die Entwicklung einfließen.

Sieben Prüfkammern mit modernster Rollen- und Prüfstandstechnik sowie ein weiterer Motorenprüfstand stehen für die Erprobungsfahrten im Labor zur Verfügung. Außerdem verfügt das Zentrum über 13 Kälte- und Klima-Laborschränke zur Erprobung von Komponenten. In den 0,5 bis zu 24 Kubikmeter großen Boxen werden etwa Einspritzpumpen, Scheibenwischer oder Türen unter extremen Bedingungen getestet.
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text  Hanno S. Ritter
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