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Sonntag, 5. April 2026

Gründonnerstag bringt höchste Belastung auf den Autobahnen

ADAC-Stauprognose für Ostern 2026

Zum langen Osterwochenende ist auf den deutschen Autobahnen mit einem deutlich erhöhten Verkehrsaufkommen und etlichen Behinderungen zu rechnen. Vor allem am Gründonnerstag brauchen Autofahrer ein großes Nervenkostüm und Zeitpolster.

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In zwölf Bundesländern haben die Osterferien bereits begonnen. Nun starten mit Sachsen, Thüringen und dem Saarland weitere Bundesländer in die schulfreie Zeit. Entsprechend dürfte sich der Reiseverkehr nochmals verdichten. Urlaubsreisen in Richtung Süden, Verwandtenbesuche sowie zahlreiche Kurztrips und Ausflugsfahrten werden für eine spürbar höhere Verkehrsdichte sorgen. Neben den klassischen Reisezielen, den Küstenregionen an Nord- und Ostsee, sind auch die höher gelegenen Wintersportgebiete der Alpen weiterhin sehr beliebt.

Gründonnerstag gehört traditionell zu den am stärksten belasteten Tagen des gesamten Jahres. Insbesondere am Nachmittag und in den Abendstunden muss auf den Fernstraßen mit erheblichen Verzögerungen gerechnet werden. Schon am Vortag ist aber mit einer deutlichen Zunahme des Verkehrs zu rechnen, da viele Reisende bewusst einen früheren Start wählen, um den Hauptreisetag zu umgehen. Deutlich entspannter ist die Lage am Karsamstag und Ostersonntag. Mit einer erneuten Belastungswelle ist am Ostermontag zu rechnen. Vor allem am Nachmittag und Abend führt der Rückreiseverkehr zu zahlreichen Staus. Auch in den Tagen danach bleibt die Verkehrslage regional angespannt, da in mehreren norddeutschen Bundesländern die Ferien enden.

Die Feiertagsfahrverbote für Lkw über 7,5 Tonnen an Karfreitag und Ostermontag (jeweils von 0 bis 22 Uhr) sorgen für eine gewisse Entlastung. Die Bautätigkeit auf den Autobahnen nimmt derweil weiter zu und sorgt zusätzlich für Engpässe, obwohl die Zahl der Baustellen ihren Jahreshöchststand noch nicht erreicht hat.

Als besonders belastete Strecken nennt der ADAC (beide Richtungen):
  • A1 Köln – Dortmund – Münster – Osnabrück – Bremen – Hamburg
  • A1/A3/A4 Kölner Ring
  • A2 Oberhausen – Dortmund und Braunschweig – Magdeburg
  • A3 Oberhausen – Frankfurt – Würzburg – Nürnberg – Passau
  • A4 Heerlen/Aachen – Köln – Olpe und Görlitz – Dresden – Chemnitz
  • A5 Heidelberg – Karlsruhe – Basel
  • A6 Mannheim – Heilbronn – Nürnberg
  • A7 Frankfurt – Würzburg – Ulm – Füssen/Reutte und Hannover – Flensburg
  • A8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
  • A9 Berlin – Nürnberg – München
  • A10 Berliner Ring
  • A44 Dortmund – Kassel
  • A81 Heilbronn – Stuttgart – Singen
  • A93 Inntaldreieck – Kufstein
  • A95/B2 München – Garmisch-Partenkirchen
  • A96 Lindau – München
  • A99 Autobahnring München
Auch auf wichtigen Urlaubsrouten in den Nachbarländern muss weiterhin mit Verzögerungen gerechnet werden. In Österreich sind davon insbesondere die Tauernautobahn, die Inntalautobahn und die Brennerautobahn zwischen Innsbruck und dem Brenner betroffen. In der Schweiz zählen die Autobahnen A1, A2 und A3 zu den staugefährdeten Strecken. In Italien ist vor allem die Brennerroute betroffen. Zudem kann es im Pustertal, im Grödnertal, im Gadertal und im Vinschgau zu mehr Verkehr kommen. Bei der Einreise nach Deutschland sind weiterhin Grenzkontrollen mit daraus resultierenden Wartezeiten möglich.

Reisende sollten sich vor und während der Fahrt über die aktuelle Verkehrslage informieren und bei Bedarf rechtzeitig reagieren. Einen Umweg über Land zu machen, ist meist die zwar längere und statistisch gefährlichere Variante, aber auch touristisch interessantere und vor allem die mit weniger Behinderungen und ohne das Risiko einer stundenlangen hochgradig nervigen Vollsperrung wie auf Autobahnen.
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