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Freitag, 17. September 2021,
Neuer Transporter auf PSA-Basis / Auch mit Elektroantrieb

Opel Movano: Masterclass vom neuen Partner

Vom Master zum Boxer: Mit der Vorstellung des neuen Movano auf Peugeot-Basis ist die Renault-Ära bei den Nutzfahrzeugen von Opel endgültig Geschichte. Der große Transporter kommt von Anfang an auch als Elektro-Variante.
Opel
Der neue Opel Movano
auf PSA-Basis kommt auch als Elektrovariante
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Lange Jahre kamen die Renault-Nutzfahrzeuge von Renault und Fiat. Bald ist die ganze Opel-Modellpalette auf die Basis von Peugeot und Citroën umgestellt. Neuzugang im Portfolio ist der Movano, der auf Peugeot Boxer respektive Citroen Jumper aufbaut und auch deren Design weitgehend übernimmt. Marktstart ist Ende des Jahres.

Beim Kastenwagen können Movano-Kunden aus vier Längen (L1-4) und drei Höhen (H1-3) wählen. Das maximale Ladevolumen reicht von acht bis 17 Kubikmeter. Die Türen der H3-Version sind 2,03 Meter hoch – Klassenbestwert. Das zulässige Gesamtgewicht reicht von 2,8 bis 4,0 Tonnen, die maximale Nutzlast maximal 2,1 Tonnen. Die Ladekante liegt bestenfalls bei gerade einmal 49,4 Zentimetern, die Ladebreite zwischen den Radhäusern gibt Opel mit 1,42 Metern und die zwischen den Seitenwänden mit 1,87 Metern an.

In der Standardkabine finden drei Personen in einer Reihe Platz; die auf Wunsch erhältliche Doppelkabine bietet eine zweite Sitzreihe für vier weitere Passagiere. Das Einsatzspektrum erweitert der Movano als Plattform-Fahrgestell mit verschiedenen Kabinenkonfigurationen. Darüber hinaus eignet sich der Movano als Basis für Um- und Aufbauten vom Kipper über Pritschenwagen bis hin zum Camper.

Als Antrieb gibt es einerseits 2,2-Liter-Dieselmotoren mit 120 bis 165 PS Leistung, 300 bis 370 Newtonmeter Drehmoment und Sechsgang-Getriebe. Andererseits wird Opel auch einen Movano-e anbieten. Er leistet 90 kW (122 PS), ist auf 110 km/h Höchstgeschwindigkeit limitiert und bietet eine WLTP-Normreichweite von 117 bzw. 224 Kilometern, je nachdem, ob der serienmäßige Akku mit 37 kWh Kapazität oder der optionale mit 70 kWh installiert ist. In beiden Fällen ist das Batteriepack im Fahrzeugboden zwischen den Achsen verbaut, so dass Funktionalität und Ladevolumen unangetastet bleiben.

Mit nunmehr drei modernen Fahrzeugen, die allesamt auch als vollelektrische Ausführung zu haben sind, stellt Opel das in seiner Geschichte bisher modernste und wettbewerbsfähigste Angebot im Nutzfahrzeug-Segment, kann insbesondere auch Volkswagen in die Schranken weisen. Mit der Eingliederung von Fiat in den Stellantis-Konzern dürfte die Entwicklung aber noch nicht abgeschlossen sein: Dass die kommenden Generationen von Partner/Berlingo/Combo, Expert/Jumpy/Vivaro und Boxer/Jumper/Movano künftig mit Fiats Doblò/Talento/Ducato identisch sein werden, liegt auf der Hand. Harte Zeiten für Renault/Nissan, aber auch für VW/Ford.
Leserbrief Autokiste folgen date  26.05.2021  —  # 13318
text  Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB
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