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Donnerstag, 26. Mai 2022,
Steigende Zahlen in langjährig sinkender Tendenz

ADAC-Pannenhilfe 2021: Alle neun Sekunden ein Hilferuf

Im Durchschnitt alle neun Sekunden rückte der ADAC im vergangenen Jahr in Deutschland zu einer Pannenhilfe aus. Damit sind die Zahlen wieder gestiegen, aber doch deutlich entfernt von früheren Jahren.
ADAC-Pannenhilfe 2021: Alle neun Sekunden ein Hilferuf
ADAC
Gestiegene Zahlen in sinkender Tendenz:
Alle neun Sekunden ist ein "Gelber Engel" gefragt
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2021 wurden die "Gelben Engel" der ADAC-Straßenwacht und der Club-Partnerunternehmen zu insgesamt 3,49 Millionen Pannen gerufen. Damit habe sich das Einsatzvolumen – nach dem Corona-bedingten Rückgang im Jahr 2020 – wieder "erholt", so der Club kürzlich bei der Vorstellung der neuen Zahlen in München. Konkret stiegen die Einsätze gegenüber 2020 um rund 3,1 Prozent von etwa 3,39 Millionen.

Zum Vergleich: Im Vor-Corona-Jahr 2019 wurden 3,76 Millionen Einsätze gezählt, 2018 waren es 3,93 Millionen, und 2017 waren die "Gelben Engel" sogar über vier Millionen Mal im Einsatz. Schon damals waren die Zahlen gegenüber 2016 leicht gesunken.

Zurück zu 2021: Die pannenstärksten Monate waren gleich zu Jahresbeginn Januar und Februar. Winterwetter, Sturm und zweistellige Minustemperaturen in der ersten Februarhälfte trugen zum hohen Pannenaufkommen bei. Die Tage mit den meisten Einsätzen lagen beide im Februar: Am 15. Februar (Montag) mussten die Pannenhelfer zu 21.627 Einsätzen, gefolgt vom 12. Februar (Freitag) mit 21.271 Pannen. Insgesamt haben die Straßenwachtfahrer im letzten Jahr mit ihren rund 1.770 Fahrzeugen den Angaben zufolge 47.932.301 Kilometer auf deutschen Straßen zurückgelegt.

Mit knapp über 46 Prozent ist die häufigste Pannenursache, wie auch in den Vorjahren, die Batterie. Der Wert ist nahezu mit dem aus 2020 identisch. Auch die danach folgenden Pannenursachen haben sich in den letzten Jahren nicht verändert. Auf Platz zwei liegen Pannen durch Motor und Motormanagement mit 15,5 Prozent, danach folgen sonstige Ursachen wie Karosserie, Lenkung oder Fahrwerk mit 14,8 Prozent und Generator, Anlasser, Verkabelung mit 10,3 Prozent. Erst auf Platz 5 finden sich Reifenschäden, vor Problemen an der Kraftstoffanlage, Kühlung/Heizung/Klima und Auspuffanlage inkl. Katalysator und/oder Partikelfilter.

Deutlich gestiegen sind die verzeichneten Panneneinsätze bei E-Autos. Waren es in 2020 etwas mehr als 9.000, stieg die Zahl der havarierten Elektroautos im vergangenen Jahr auf mehr als 25.000 an. Laut Statistischem Bundesamt wurden 2021 knapp 356.000 E-Autos neu zugelassen. Im Vergleich dazu waren es 2020 nur etwas über 194.000 Fahrzeuge. Direkte Rückschlüsse auf die Qualität der Stromer lassen diese Zahlen nicht zu. Sicher aber kommen viele E-Autos der früheren Generationen jetzt in ein Alter, in dem wie bei Verbrenner-Modellen die Pannenhäufigkeit steigt. Pannenursache Nummer 1 war auch bei den E-Autos die Batterie - die Starterbatterie, nicht der Akku. Dieser war laut ADAC ebenso wie Elektromotor oder Ladetechnik selten für Pannen verantwortlich.
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text  Hanno S. Ritter
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