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Montag, 26. September 2022,
Zwei Crossover aus Köln, E-Puma aus Rumänien und vier Nutzfahrzeuge

Ford: Sieben neue Stromer bis 2024

Beim Thema Elektromobilität ist Ford spät dran, gibt jetzt aber umso mehr Gas, respektive Strom. Nun haben die Kölner ihre Produkt-Pläne ein bisschen konkretisiert.
Ford: Sieben neue Stromer bis 2024
Ford
Bis 2024 will Ford neun Elektromodelle am Start haben,
die wichtigsten sind zwei gabnz neue Crossover aus Köln und der Puma
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Bis noch vor zwei Jahren war es in Köln und Detroit ruhig, wenn es um das Thema Elektromobilität ging. 2021 folgte die Einführung des Mustang Mach-E und die Ankündigung des Cologne Electrification Center, erst kürzlich hatte Ford sein E-Auto-Geschäft als "Ford Model e" ausgegliedert.

Jetzt haben die Kölner ihren Fahrplan für weitere Produkte ansatzweise vorgestellt. So soll das erste richtige, massenkompatible E-Auto ab 2023 in Köln vom Band laufen. Als Plattform nutzt Ford hier die MEB-Basis von Volkswagen als erster externer Anbieter im großen Stil. Die beiden Autobauer hatten zudem weitere Kooperationen vereinbart, die speziell die Nutzfahrzeuge betreffen: Der neue Ford Tourneo Connect ist ein umgelabelter Caddy, der nächste VW Bus wird ein Transit-Ableger.

Doch zurück zu den Stromern: Wie das erste Auto heißen wird, mag Ford noch nicht preisgeben. Es soll sich um einen fünfsitzigen Crossover mit 500 Kilometern Reichweite handeln, mutmaßlich in der Kompaktklasse beheimatet, gefolgt von einem sportlicheren Ableger im Jahr 2024, ebenfalls aus Köln. Aus rumänischer Produktion folgt im gleichen Jahr der Puma als Stromer.

Noch in diesem Sommer erscheint der E-Transit. 2023 sollen der Transit Custom im Ein-Tonnen-Segment und die Großraumlimousine Tourneo Custom folgen, außerdem die Neuauflagen von Transit Courier und Tourneo Courier, die dann ab 2024 auch vollelektrisch angeboten werden. Produktionsort hierfür ist ebenfalls das rumänische Craiova, wobei Ford anstrebt, das Werk durch Ford Otosan, einem Joint Venture mit der türkischen Koç Holding, übernehmen zu lassen.

In der Nähe der türkischen Hauptstadt Ankara will Ford zusammen mit Koç und anderen Partnern eine Fertigung für Nutzfahrzeug-Akkus aufbauen. Die Pkw-Batterien entstehen in Köln, wo Ford nun mit 1,2 Millionen Elektroautos innerhalb von sechs Jahren rechnet und die angekündigte Investitionssumme von einer Milliarde Euro mal eben verdoppelt hat.

"Diese neuen Elektrofahrzeuge von Ford signalisieren nichts weniger als die vollständige Transformation unserer Marke in Europa", sagt Fords Europa-Chef Stuart Rowley. Der Weg in eine vollelektrische Zukunft sei eine absolute Notwendigkeit, um den sich ändernden Mobilitätsbedürfnissen der Kunden in Europa gerecht zu werden. "Aber es geht auch um die dringende Notwendigkeit, unseren Planeten besser zu schützen, einen positiven Beitrag für die Gesellschaft zu leisten und Emissionen im Einklang mit dem Pariser Klimaabkommen zu reduzieren."
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text  Hanno S. Ritter
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