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Montag, 17. Juni 2024
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VDA: Inlandsmarkt anhaltend schwach

Export stützt weiterhin Automobilproduktion

Siehe Bildunterschrift
© VDA
Im November 2002 erhöhten die deutschen Automobilhersteller ihre Pkw-Produktion - nach dem schwächeren Fertigungsvolumen im Vormonat - um gut vier Prozent auf 501.300 Fahrzeuge. Insgesamt wurden in den beiden letzten Monaten ebenso viele Personenkraftwagen hergestellt wie im Oktober/November 2001. Von Januar bis November 2002 rollten in Deutschland 4,8 Mio. Personenkraftwagen von den Bändern, vier Prozent weniger als vor einem Jahr. Dies geht aus den jüngsten Zahlen des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) hervor.

Der Impuls für die stabile Produktion in den letzten Monaten kam den Angaben zufolge allein aus dem Ausland. Im November steigerten die deutschen Hersteller ihre Pkw-Ausfuhr um 8 Prozent auf 356.400 Einheiten. Unter Berücksichtigung der Anzahl der Arbeitstage (22 im November 2001 gegenüber 21 im November 2002) lag das Plus sogar bei 13 Prozent. Im bisherigen Jahresverlauf wurde mit 3,4 Mio. exportierten Pkw das entsprechende Vorjahresergebnis, das zu einem Exportrekord geführt hatte, annähernd erreicht (-1 Prozent).

Im Inland fehlt hingegen nach wie vor die Dynamik. Die Verbraucher üben sich weiterhin in Kaufzurückhaltung. Der Pkw-Markt schwächte sich im November 2002 nach VDA-Schätzung um sechs Prozent auf 260.000 Fahrzeuge ab. Im bisherigen Jahresverlauf wurden in Deutschland 3,0 Mio. Personenkraftwagen neu zugelassen. Das waren drei Prozent weniger als in den ersten elf Monaten 2001.

Diese gespaltene Entwicklung spiegelt sich auch in den Auftragseingängen wider. Im November 2002 verzeichneten die deutschen Pkw-Hersteller insgesamt 1 Prozent weniger Order als im Vorjahresmonat. Dabei stand einem Rückgang der inländischen Bestellungen um 10 Prozent ein Anstieg der Auslandsnachfrage um 2 Prozent gegenüber. Bis einschließlich November 2002 gingen aus dem In- und Ausland 3 Prozent weniger Bestellungen für deutsche Personenkraftwagen ein. Während im Inland das entsprechende Vorjahresergebnis um 4 Prozent verfehlt wurde, gingen aus dem Ausland 2 Prozent weniger Bestellung ein. Die Entwicklung der Auslandsorder ist seit Jahresmitte jedoch wieder deutlich nach oben gerichtet und stellt die Basis für die insgesamt relativ stabile Entwicklung dar. Gingen im ersten Quartal 2002 noch 11 Prozent weniger Auftragseingänge aus dem Ausland ein, lag das Bestellvolumen im 2. Quartal bereits auf Vorjahresniveau und übertraf in den letzten fünf Monaten das Vorjahresvolumen um gut 2 Prozent.
text  Hanno S. Ritter
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