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Donnerstag, 25. April 2024
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Neuinterpretation des klassischen Lancia-Sportwagens / Kleinserie geplant?

40 Jahre später: Das Lancia Fulvia Coupé kehrt zurück

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Fulvia Coupé
© Fiat Automobil AG
Lancia zeigt auf der IAA in Frankfurt eine Neuinterpretation des klassischen Fulvia Coupés, das im Frühjahr 1965 auf dem Genfer Autosalon mit kraftvollem Design und innovativer Technik - V4-Motor, vier Scheibenbremsen mit servounterstützter Zweikreis-Bremsanlage - für Aufsehen sorgte und später im Rallyesport Erfolge feiern konnte. Das Coupé wurde bis 1976 rund 140.000 Mal gebaut.

Die Designer im Centro Stile Lancia hatten nun die Aufgabe, eine Neuinterpretation des Urkonzepts vorzunehmen - Hauptaugenmerk galt einem modernen Design und dem Verzicht auf nostalgische Kompromisse. Herausgekommen ist ein schickes Coupé mit den Dimensionen und dem stilistischen Stufenheckschema des Vorgängers, aufgebaut auf der Plattform des neuen Lancia Ypsilon. Optisch dominiert klar die Fahrzeugfront, und zwar sowohl in stilistischer Hinsicht als auch in Bezug auf die Proportionen. Lancia interpretiert dies als optischen Schwerpunkt des Fahrzeugs, der den Frontantrieb unterstreiche. Nach hinten verjüngt sich die Studie und wirkt im Heckbereich etwas unfertig.

Der Innenraum des Zweisitzers steht eindeutig im Zeichen der Siebziger. Dafür sorgen unter anderem speziell gedrehte Interieurteile, die an die aus Metall gefertigten Bedienungselemente damaliger HiFi-Gräte erinnern sollen. Ansonsten gibt es Holz und braunes Leder reichlich; die Instrumentierung vertraut natürlich auf klassische Rundinstrumente, die in ihrer Form denen hochwertiger Rennboote ähneln sollen. Ein Stilbruch, netter gesagt ein moderner Kontrapunkt, ist da schon fast die elektronische Schnittstelle zur Bedienung der Infotainmenteinheit und der Klimaanlage. Das Lenkrad nimmt zwischen seinen drei Metallspeichen ein zylindrisch geformtes Airbag-Modul auf; die Sportsitze sind im Stile der Ur-Version gehalten. Unter der Hutablage gibt es einen zusätzlichen kleinen Kofferraum.

Angetrieben wird die Lancia-Studie von einem 1,8 Liter großen Vierzylinder mit "integriertem Phasenschieber", was auch immer das genau sein mag. Die Leistung beträgt 140 PS. Dank der nur 990 Kilogramm leichten Aluminium-Karosserie erreicht die Studie nach Lancia-Angaben eine Höchstgeschwindigkeit von 213 km/h; die 100 km/h-Marke fällt nach 8,6 Sekunden. Den Durchschnittsverbrauch geben die Italiener mit nur 7,3 Litern an. ABS gehört zur Ausstattung, auf weitere elektronische Helferlein wurde dagegen verzichtet.

Und was wird aus der Studie nach der IAA? Offiziell gibt es dazu kein Statement. Man hört aber, dass eine Kleinserie mit rund 2.000 Exemplaren vorstellbar ist.
text  Hanno S. Ritter
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