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Dienstag, 18. Juni 2024
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Tipps & Tricks zur Absicherung gegen Betrüger

Gebrauchtwagen: LKA warnt vor vermeintlichen Schnäppchen im Internet

Das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) warnt vor professionellen Dieben und Betrügern, die seit geraumer Zeit diverse Internetforen nutzen, um in der Regel bei Mietwagenfirmen oder Autohäusern unterschlagene oder gestohlene Fahrzeuge anzubieten.

Meist kommen dabei den Angaben zufolge "totalgefälschte" oder blanko gestohlene Dokumente zum Einsatz, die Arbeit einer Umfrisierung der Fahrgestellnummer wird dagegen oft gescheut. Für einen Käufer bedeutet das, dass er spätestens nach der Anmeldung bei der Zulassungsstelle Besuch von der Polizei bekommt - und dann nicht nur ohne Auto, sondern auch ohne Geld da steht.

Das LKA empfiehlt, bereits bei der Vermutung eines unseriösen Geschäfts die nächste Polizeidienststelle zu informieren. Auch sollte immer darauf geachtet werden, ob der oder die Verkäufer auch über eine Festnetz-Telefonnummer und eine Wohnanschrift erreichbar sind. Die Fahrzeuge werden meist, da die Täter sie wegen des Entdeckungsrisikos so schnell wie möglich loswerden wollen, deutlich unter dem aktuellen Marktwert angeboten - wer die üblichen Preise kennt, ist hier deutlich im Vorteil. Außerdem rät das LKA, unbekannte Treffpunkte zu meiden, möglichst nicht alleine zu Verkaufsverhandlungen zu erscheinen und keine größeren Bargeldbeträge mit sich zu führen. Wichtig sei auch, ob alle Fahrzeugschlüssel (meist drei) vorhanden sind und in alle Schlösser des Autos passen. Fehlen Schlüssel, sind im Falle eines Diebstahls erhebliche Probleme mit der Kraftfahrzeug-Versicherung vorprogrammiert.

Im übrigen gilt, wie allgemein beim Gebrauchtwagenkauf, dass eine Kontaktaufnahme mit dem im Kfz-Brief ersichtlichen Vorbesitzer ratsam ist, sowohl im Hinblick auf die km-Leistung als auch auf mögliche Unfallschäden.

Verkäufern raten die Kriminalisten, sich vor einer Probefahrt Personaldokumente zeigen zu lassen und die dortigen Fotos mit der vorlegenden Person und evtl. anderen Dokumenten zu vergleichen. Gleiches gilt für die Unterschriften, etwa in Führerschein und Personalausweis. Soweit möglich, sollten Sicherheiten verlangt werden.
text  Hanno S. Ritter
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