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Mittwoch, 12. Juni 2024
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490 PS starker Renner nimmt Anleihen am Ferrari Enzo

Ferrari F430: Neuer V8-Bolide ersetzt den F360

Siehe Bildunterschrift
Bild anklicken für Großansicht Neu ab 2005:
Ferrari F430
Ferrari
Schon vor der Publikumspremiere auf dem Pariser Autosalon im nächsten Monat zeigt Ferrari sein neuestes Werk, das deutliche Anleihen am Design des Enzo Ferrai nimmt.

Es hört auf die Bezeichnung F430 und ist der Nachfolger für den F360. Angetrieben wird der meist rot lackierte Sportwagen von einem V8-Aggregat mit 4,3 Litern Hubraum, das 490 PS leistet - wohlgemerkt bei 8.500 Umdrehungen. Umgerechnet ergibt das eine respektable Literleistung von 114 PS bzw. bei einem Fahrzeuggewicht von nur 1.450 Kilo 2,8 Kilogramm pro PS (offizielle Ferrari-Daten), womit der 430er auf dem Niveau des Vorgängers liegt, aber selbst gewiss nicht langsame Autos wie den Mercedes SL 55 AMG (500 PS, V8, 1.955 kg) überbietet und sogar an den Mercedes SLR (626 PS, V8, 1.768 kg) heranreicht, nicht aber den Porsche Carrera GT (612 PS, V10, 1.380 kg). Das maximale Drehmoment von 465 Newtonmetern wird bei 5.250 Umdrehungen erreicht.

Diese Werte reichen, um das Auto in 4,0 Sekunden auf Tempo 100 und danach auf bis zu 315 km/h zu beschleunigen. Die Ingenieure in Maranello haben außerdem viel Mühe darauf verwendet, den F430 auch in solchen Geschwindigkeitsregionen fahrstabil zu halten: Ein flacher Unterboden, der Frontflügel à la Enzo und auch der mächtige Diffusor am Heck sind Beispiele dafür. Insgesamt misst der Renner 4,51 Meter in der Länge, 1,93 Meter in der Breite und 1,21 Meter in der Höhe, der Radstand beträgt 2,60 Meter.

Natürlich Ferrari wäre nicht Ferrari, wenn man nicht einige Techniken aus den erfolgreichen Formel 1-Wagen in das Straßenauto übertragen hätte. Dazu gehört ein halbautomatisches, sequentielles Schaltgetriebe mit sechs Fahrstufen und besonders kurzen Schaltzeiten sowie die Möglichkeit, diverse Fahrzeugsysteme wie ESP, Sperrdifferential oder Stoßdämpfercharakteristik per Knopfdruck den aktuellen Wünschen und der Straßen- oder Rennstrecken-Umgebung anzupassen. Auf Wunsch liefert Ferrari auch, wie im Enzo Serie, eine Bremsanlage mit carbonverstärkten Keramikbremsscheiben.

Die Markteinführung ist für Frühjahr 2005 vorgesehen; Preise sind noch nicht bekannt.
text  Hanno S. Ritter
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