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Montag, 22. April 2024
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44 Millimeter breiteres Heck / Erweitertes ESP / 7.500 Euro Aufpreis

Porsche: Im Herbst kommen die 911-Allradmodelle

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breiter: Neuer Allrad-Elfer
Porsche
Ab Herbst liefert Porsche den neuen "Elfer" auch wieder als Allrad-Variante. Markantestes Merkmal sind ein breiterer Hintern und ein verbessertes ESP – und rund 7.500 Euro Aufpreis.
Die "Backen" am Heck sind bei den Coupés, die wie bisher auf die Bezeichnung "Carrera 4" bzw. "Carrera 4S" hören, um insgesamt 44 Millimeter verbreitert. Dies ermöglicht beim Carrera 4 den Einsatz von Hinterrädern mit Reifen in der Dimension 295/35 ZR 18, beim stärkeren Modell sind es sogar Walzen mit einer Aufschrift 305/30 ZR 19. Zum Vergleich: Die heckgetriebenen "Elfer" müssen mit "nur" 265/40 R 18 bzw. 295/30 R 19 auskommen. An der Vorderachse bleibt es bei 235er-Pneus.

Der Hauptvorteil der "4"-Modelle liegt aber natürlich das Fahrverhalten: Durch den Allradantrieb mit Visco-Lamellenkupplung, der permanent zwischen fünf und 40 Prozent der Antriebskraft über die Vorderräder auf die Straße bringt, erhalten die Coupés einen nochmals ausgeglicheneren Vortrieb in Kurven bis in den Grenzbereich, einen stabileren Geradeauslauf bis zur Höchstgeschwindigkeit sowie verbesserter Traktion auch auf wenig griffiger Fahrbahn. Porsche kann insoweit inzwischen auf eine langjährige Erfahrung zurückgreifen: Bereits der legendäre Typ 959 war allradgetrieben, der ersten Carrera 4 debütierte im Jahr 1988.

Motorseitig gibt es keine Veränderungen: Im Heck arbeitet der bekannte 3,6 Liter-Sechszylinder mit 325 PS, der den Zuffenhausener Klassiker in 5,1 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigt und eine Höchstgeschwindigkeit von 280 km/h ermöglicht - trotz Mehrgewicht verliert das Allrad-Modell gegenüber dem "normalen" Coupé hier gerade einmal 0,1 Sekunden und fünf km/h. Im S-Modell kommt der 3,8 Liter-Motor mit 355 PS zum Einsatz. Mit 4,8 Sekunden für den Standardsprint erreicht der Allradler hier die Vorgabe des heckgetriebenen Modells, die Topspeed liegt bei 288 statt 293 km/h.

Erweitert sind die ESP-Funktionen der beiden neuen Modelle: Neben einem Bremsassistenten sorgt das bei dem Sportwagenbauer nach wie vor als "PSM" (Porsche Stability Mangement) bezeichnete System für eine Vorbefüllung der Bremsanlage vor vor Vollbremsungen, wodurch das so genannte Lüftspiel zwischen Bremsbelägen und Bremsscheibe eliminiert und der Anhalteweg weiter verkürzt wird.

Das aktive Dämpfersystem "PASM" ist auch bei den Allrad-Modellen serienmäßig der S-Variante vorbehalten, im "Basismodell" aber optional erhältlich. Ebenfalls als Extra verfügbar ist für beide Varianten ein um 20 Millimeter tiefergelegtes Sportfahrwerk inklusive mechanischer Hinterachs-Quersperre. Das optionale "Sport Chrono Paket Plus" wird auch für die neuen Allrad-Modelle angeboten. Es verändert die Eigenschaften der Motorsteuerung sowie das Regelverhalten von PSM und PASM und enthält den Chronometer mit Stoppuhrfunktion auf dem Armaturenbrett.

Die Aufpreise für die Allradtechnik betragen rund 7.500 Euro: Der Carrera 4 steht in Deutschland ab 82.657 Euro in der Liste, S-Käufer müssen mindestens 92.865 Euro einplanen. Markteinführung ist am 22. Oktober 2005.
text  Hanno S. Ritter
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