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Montag, 22. April 2024
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Limitierter Zehnzylinder-Supersportwagen ab 208.000 Euro

Audi R8 GT Spyder: 333 mal 560 PS

Audi
Jetzt auch als Spyder:
Audi R8 GT
Im letzten Herbst hatte Audi den R8 GT als neues Topmodell der R8-Baureihe vorgestellt. Während dieser inzwischen ausgeliefert wird, folgt nun, erneut in limitierter Auflage von 333 Stück, die offene Variante des Supersportwagens – der teuerste aller Audis. Technisch bestehen zwischen Coupé und Spyder keine Unterschiede. In der GT-Version leistet das mächtige, mit Direkteinspritzung und Trockensumpfschmierung arbeitende Zehnzylinder-Triebwerk 560 PS und entwickelt 540 Newtonmeter Drehmoment.

Wer es darauf anlegt und die serienmäßige Launch Control des automatisierten 6-Gang-Schaltgetriebes "R tronic" zu Hilfe nimmt, kann den Supersportwagen damit in 3,8 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 katapultieren und anschließend bis auf 317 km/h weiterbeschleunigen. Damit ist der GT Spyder drei Zehntel und vier km/h besser als der zugrundeliegende, 525 PS starke R8 5.2 FSI Spyder, aber zwei Zehntel und drei km/h schlechter als das GT Coupé.

GT bedeutet dabei nicht nur ein Plus an Motorkraft, sondern auch ein Minus beim Fahrzeuggewicht. So haben die Audi-Ingenieure dem R8 GT Spyder insgesamt 85 Kilogramm abgetrotzt, 1.640 bleiben übrig. Ein Großteil der Diät (31,5 Kilogramm) geht auf das Konto der Schalensitze mit ihren Chassis aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK), aber auch an vielen anderen Stellen wie Getriebe, Räder, Bremsen, Scheiben, Abgasanlage oder Bodenteppich wurden mühsam Kilo um Kilo eingespart.

Der Motorrahmen ist aus besonders leichtem Magnesium gefertigt, der lange Deckel des Verdeckkastens und die großen hinteren Seitenteile bestehen aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Beim modifizierten Frontspoiler, beim feststehenden Heckflügel und beim neuen Heckstoßfänger ist ebenfalls CFK im Einsatz. Audi bezeichnet diesen Leichtbau erstmals als "Audi ultra" - ein Marketingbegriff, dem man noch öfter begegnen dürfte. Die Gewichtseinsparung geht allerdings nicht, wie etwa bei Porsche, zu Lasten des Komforts: Klimaautomatik, Navigationssystem, Alarmanlage, Parksensoren et cetera sind serienmäßig, ebenso Voll-LED-Scheinwerfer und eine Keramikbremsanlage.

Zu den optische Modifikationen gehören Anbauteile in Kontrastfarbe Titangrau, ein Frontsplitter mit einer doppelten Lippe, Flics seitlich am Frontstoßfänger, rote GT-Schriftzüge, runde Auspuff-Endrohre, ein vergrößerter Diffusor und dunkle LED-Heckleuchten in Klarglasoptik. Auf Wunsch liefert Audi den Windschutzscheibenrahmen in mattem CFK. Der R8 GT Spyder verfügt über ein zehn Millimeter tiefergelegtes Fahrwerk und rollt auf 19-Zoll-Rädern mit Mischbereifung (235/35 vorne, 295/30 hinten).

Das Interieur ist in Schwarz gehalten und kann mit Nähten wahlweise in grau oder rot verfeinert werden. Alcantara-Bezüge, auch für das Sportlenkrad und den Windschutzscheibenrahmen, sind Serie. Das R8-typische monoposto, das den Fahrerplatz in einem Bogen umschließt, besteht aus mattem CFK.

Wer sich den teuersten aller Audis gönnen will, sollte auch finanziell Spaß verstehen: Mindestens 207.800 Euro sind vor der Abholung nach Ingolstadt zu überweisen, 14.800 mehr als für das GT Coupé, das laut Audi "rasch ausverkauft" war, auf der Website aber noch beworben wird. Ob der Aufschlag zum "normalen" R8 V10 Spyder lohnt, ist Ansichtssache, stellt er doch den Gegenwert eines A4 Avant V6 TDI dar.
text  Hanno S. Ritter
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