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Montag, 26. September 2022,
Stecker-Allrad-SUV ab 37.000 Euro / Schwache Fahrleistungen trotz 265 PS

Kia Sportage jetzt auch als PHEV bestellbar

Nach dem Diesel ist der Plug-in-Hybrid (PHEV) wohl die nächste aussterbende Antriebstechnik. Kia krönt die Sportage-Baureihe nun dennoch mit einem solchen PHEV. Herausgekommen ist eine durchaus interessante und vergleichsweise bezahlbare Kombination, die allerdings lahm ist.
Kia Sportage jetzt auch als PHEV bestellbar
Kia
Schick, halbwegs bezahlbar, recht edel und
teilzeitstromernd, aber erstaunlich lahm: Kia Sportage PHEV
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Neues Topmodell beim Kia Sportage ist ein Plug-in-Hybrid, wie er bereits vom Schwestermodel Hyundai Tucson und vom größeren Bruder Sorento bekannt ist. Zum Einsatz kommt die Kombination aus 1,6 Liter Turbo-Benziner mit 180 PS, einem 67-kW-Elektromotor und einem Akku mit 13,8 kWh Kapazität. Das Drehmoment beträgt 350 Newtonmeter (1.500-4.500/min), die Systemleistung liegt bei 265 PS, sie wird über eine sechsstufige Wandlerautomatik an alle vier Räder verteilt - der größte Vorteil gegenüber dem nicht mehr bestellbaren VW Tiguan GTE (der im Gegensatz zu seinen Modelbrüdern offiziell nur e-hybrid heißen darf).

Der Stecker-Sportage schafft bis zu 70 Kilometer rein elektrisch. Er beschleunigt den Angaben zufolge in 8,2 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Anschließend schafft das SUV maximal 191 km/h. 8,2 Sekunden und 191 Spitze bei 265 PS? Ja, in der Tat, hier besteht ein Missverhältnis, erwartbar sind eher 6,5 Sekunden und 220 km/h. Der genannte Tiguan mit 245 PS war auch kein Renner, aber immerhin mit 7,5 Sekunden und 205 km/h gelistet. Damit dürfte der Sportage für manche Kunde von vorneherein ausfallen, zumal auch die Diesel-Palette bei schon fast lächerlichen 136 PS endet.

Interessanter ist der Sportage in Sachen Design, Ausstattung und Preis. Ersteres ist subjektiv, im Übrigen startet die Preisliste für die PHEV-Variante bei 44.400 Euro. Abzüglich des Umweltbonus bleiben 37.200 Euro übrig, Kia-typisch kombiniert mit einer 7-Jahres-Garantie, die auch auf den Akku gilt.

Serienmäßig sind dabei u.a. 19-Zoll-Leichtmetallfelgen, LED-Scheinwerfer und LED-Nebelscheinwerfer, Drei-Zonen-Klimaautomatik, Sitzheizung vorn und hinten, beheizbares Lenkrad, Rückfahrkamera und zahlreiche Assistenzsysteme. Empfehlenswert ist mindestens das "Spirit"-Paket, das für 3.700 Euro Aufpreis u.a. das volldigitale Kombiinstrument, adaptive Dual-LED-Scheinwerfer, LED-Rückleuchten, elektrisch einstellbare Vordersitze, Smart-Key, sensorgesteuerte elektrische Heckklappe und Ambientebeleuchtung umfasst.

Für weitere 2.200 Euro bestellbar ist das "GT-line"-Paket, das zusätzlich schönere Sitzbezüge, Memory-Funktion, Sitzventilation vorn, schwarzen Dachhimmel, Sportlenkrad, Aluminium-Pedalerie, die elektronische Dämpferkontrolle ECS und weitere Zutaten umfasst. Ein Panoramadach ist zusätzlich wählbar, ebenso eine Anhängerkupplung, die 1.350 Kilo ziehen kann respektive darf (gebremst).
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text  Hanno S. Ritter
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