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Sonntag, 16. Juni 2024
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Autovermietung zwischen Privatpersonen im Rhein-Main-Gebiet

Opel startet Carsharing-Dienst

Mobilitätsdienstleistungen werden für die Autohersteller immer wichtiger. Das weiß man auch bei Opel: Die Rüsselsheimer steigen ins Carsharing-Geschäft ein – aber anders als die Mitbewerber.
Opel startet Carsharing-Dienst
Opel
Opels Marketingchefin Tina Müller
hat heute den Carsharing-Dienst CarUnity vorgestellt
Daimler hat Car2go, BMW hat DriveNow, VWs Quicar ist unbedeutend außerhalb von Hannover, und das oft merkwürdige Ford-Marketing hat für sein Angebot sogar auf einen eigenen Namen verzichtet. Nun folgt mit Opel ein großer Volumenhersteller. Das Konzept setzt nicht auf modernes "freefloating", sondern auf das Vermieten von Pkw mit und ohne Opel-Blitz zwischen Privatpersonen, wie es bisher schon Web-Startups vermittelten. Dazu gehört u.a. die Aachener Tamyca GmbH, die auch hinter Carunity steht.

Die Carsharing-Community - kurz CarUnity - ermöglicht über eine App, die aktuell für iOS und Android bereitsteht, Autos zur Vermietung anzubieten oder einen Wunschwagen zu mieten. CarUnity konzentriert sich zunächst auf das Rhein-Main-Gebiet und umfasst eine Kooperation mit dem Radiosender FFH, Plakatwerbung an Verkehrsknotenpunkten sowie die Ansprache über soziale Netzwerke.

"Mit CarUnity gehen wir einen neuen Weg. Als erster Automobilhersteller bieten wir Carsharing für alle. CarUnity ermöglicht überall in Deutschland individuelle Mobilität - jederzeit und flexibel", erklärt Opel-Marketingchefin Tina Müller. Das private Autoteilen passe zur Marke, "schließlich ist Nahbarkeit einer unserer Markenwerte."

Anbieter, die Opel ernsthaft als "CarBieter" bezeichnet, können mit ihren Autos Geld verdienen, "CarMieter" preiswert Pkw in ihrer Nähe nutzen. Durch CarUnity wird so die Auslastung vorhandener Autos erhöht, was Ressourcen schont. Die Benzinkosten werden vom Mieter übernommen. Die Vermieter haben es über die App selbst in der Hand, zu entscheiden, wer das eigene Auto mieten darf. CarUnity-Nutzer können ihr Auto beispielsweise nur den eigenen Facebook-Freunden oder Personen aus ihrem persönlichen CarUnity-Netzwerk anbieten. Um den Versicherungsschutz kümmert sich Opel.

Vor dem Hintergrund der wachsenden Bedeutung von Mobilitätsdienstleistungen gab Opel zudem bekannt, die Zusammenarbeit mit dem Mitfahr-Netzwerk flinc zu vertiefen. Ab 2016 wird flinc für CarUnity die technologische Plattform stellen, um auch Ride-Sharing über die neue Carsharing-App zu ermöglichen. Details sollen zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben werden.
text  Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB
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