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Freitag, 1. März 2024
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Siebensitziger Van mit serienmäßigem Glasdach ab Mai im Handel

Ford Galaxy II: Größer und schöner als bisher

Siehe Bildunterschrift
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Ford Galaxy
Ford
Neben dem ganz neuen S-MAX präsentiert Ford in Genf auch die Neuauflage des Galaxy, die nicht mehr im Verbund mit VW/Seat entstand. Die zweite Generation des Vans ist deutlich gewachsen und entspricht im übrigen nahezu exakt der bereits auf der IAA im September 2005 gezeigten Studie.
Der Galaxy als größter Ford ist künftig mit 4,82 Metern fast 18 Zentimeter länger und mit gut 1,88 Metern etwa siebeneinhalb Zentimeter breiter als bisher, während die Höhe um 5,6 Zentimeter auf gut 1,76 Meter abnimmt.

Im Ergebnis und durch die vorne und hinten parallel um 4,6 bzw. 8,2 Zentimeter verbreiterte Spur kommt der neue Van damit deutlich prägnanter und auch eleganter daher als die abgelöste Version, ohne aber naturgemäß die Dynamik des neuen S-MAX zu verkörpern, der genauso breit und auch nur gut fünf Zentimeter kürzer ist, aber nochmals fast elf Zentimeter niedriger.

Vom Größenzuwachs profitieren sollen dabei sowohl Passagiere als auch Gepäck. Für Letzteres stehen nun je nach Position der Sitze zwischen 308 und 345 Liter (S-MAX als Siebensitzer: 285) zur Verfügung, das sind immerhin 30 Prozent mehr als bisher. Werden die Sitze in Reihe 2 und 3 im Boden versenkt, sind es bis zu 2.325 (2.000) Liter. Der Galaxy ist dabei stets als Siebensitzer ausgelegt, die dritte Sitzreihe mithin serienmäßig. Wie beim S-MAX handelt es sich im Fond stets um Einzelsitze.

Als weiteren Unterschied zum S-MAX ist das beim Galaxy stets vorhandene Panorama-Glasdach zu nennen. Von außen betrachtet wirkt es wie aus einem Stück. Tatsächlich aber befinden sich im Innenraum je zwei Öffnungen über den vorderen und den hinteren Sitzen. Dazwischen erstreckt sich - in den Ausstattungslinien "Trend" und "Ghia" - eine zentral angeordnete Dachkonsole im Stile des Opel Zafira, die von der Frontscheibe bis zur dritten Sitzreihe reicht. In ihr enthalten sind fünf Ablageboxen sowie ein zweiter ausklappbarer Innenspiegel, mit dem Eltern zum Beispiel die Kinder auf den hinteren Sitzen im Blick behalten können. Dank seiner konvexen Oberfläche erfasst er auch die Mitreisenden auf den Plätzen hinter dem Fahrersitz.

Interieur-Gestaltung, Ausstattung und Extras entsprechen im Wesentlichen ebenfalls dem S-MAX, während die Motorenpalette etwas anders ausfällt: Der Fünfzylinder mit 220 PS ist nicht verfügbar, dafür gibt es einen schwächeren Diesel mit 100 PS. Die 130- und 140 PS-Selbstzünder sowie der 145 PS-Benziner sind ebenfalls zu haben; stärkere Varianten und Sechszylinder zunächst nicht mehr.

Produziert wird der Van nicht mehr zusammen mit VW Sharan und Seat Alhambra in Portugal, sondern im belgischen Ford-Werk in Genk. Die Preise beginnen um knapp 700 Euro höher als bisher bei 26.350 Euro, was die Entscheidung zwischen S-MAX und Galaxy dann weitgehend auf Platzbedarf und Designvorlieben reduziert: Der S-MAX als Fünfsitzer und ohne Glasdach kostet gerade einmal gut 1.700 Euro weniger. Das "Schnellstarter-Paket" offerieren die Kölner ebenfalls für beide Modelle.

Auch dem neuen Galaxy darf man eine gute Verkaufsbilanz vorhersagen - weil er größer, schöner und mutmaßlich qualitativ deutlich besser ist als das bisherige Modell, und weil Wettbewerber jedenfalls in diesem Preissegment nur wenige auszumachen sind. Nicht zuletzt nicht bei VW: Der bisherige Entwicklungs-, Motoren- und Fertigungspartner hat noch für - mindestens - zwei Jahre dem neuen Ford-Flaggschiff nichts entgegenzusetzen. Marketing kann so einfach sein.
text  Hanno S. Ritter
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