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Donnerstag, 29. September 2022,
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Großes Mobilitätskonzept mit vielen Partnern / Verkehrsmittel-Vernetzung geplant

Car2Go bringt weltgrößte Elektroflotte nach Stuttgart

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Car2Go-E-Smart mit Vertretern Daimler
der Partner und MP Kretschmann (4.v.l.)
Daimlers Carsharing-Projekt Car2Go kommt im kommenden Jahr auch in die Daimler-Hauptstadt Stuttgart. Nicht weniger als 500 Elektro-Smart sind geplant, die erforderliche Infrastruktur und eine Vernetzung mit anderen Verkehrsmitteln wird mit diversen Partnern erreicht. Das Land Baden-Württemberg, die Landeshauptstadt Stuttgart, die Daimler AG, die car2go GmbH, die EnBW Energie Baden-Württemberg AG und die Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) beabsichtigen, Stuttgart ab 2012 zum "lebendigen Schaufenster für die Zukunft urbaner Mobilität" zu machen. Das teilt Daimler am Freitag mit.

Kern des Vorhabens wird die Errichtung der erforderlichen Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge und ab dem 2. Halbjahr 2012 die Einführung von "mehreren Hundert" elektrischen Smart Fortwo im Stadtgebiet Stuttgart sein. Geplant ist eine Ausweitung auf die Region und eine Aufstockung auf insgesamt 500 Fahrzeuge - die größte Elektroflotte der Welt, wie Car2Go-Chef Robert Henrich schwärmt. Sie soll mit Ökostrom von EnBW "betankt" werden.

Parallel werden im Rahmen eines Pilotversuchs die Mobilitätsangebote im Verkehrsverbund Stuttgart (VVS), car2go-Fahrzeuge und weitere Mobilitätsdienste miteinander vernetzt und auf einer Internet-basierten Plattform angeboten. Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt sollen so auf denkbar einfache, flexible und umweltverträgliche Weise innerstädtisch mobil sein.

Der Bereich Business Innovation der Daimler AG, der vor vier Jahren Car2Go entwickelt hatte, will in Zusammenarbeit mit dem VVS, den SSB und weiteren Partnern eine multimodale Vernetzung von Verkehrsträgern anbieten, die bis hin zu einem gemeinsamen elektronischen Auskunfts- und Bezahlsystem reichen soll. Die Stadt Stuttgart wird Flächen für die öffentlichen Ladesäulen und die dazugehörigen Parkplätze bereitstellen.

Das Land Baden-Württemberg übernimmt eine koordinierende Schlüsselfunktion. Die landeseigene e-mobil BW GmbH bildet gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung der Region Stuttgart die Projektleitstelle für die beabsichtigte Bewerbung als Schaufensterprojekt der Bundesinitiative "Nationale Plattform Elektromobilität" machen und damit Fördergelder beanspruchen. Ministerpräsident Winfried Kretschmann bezeichnete das Projekt als wichtigen Meilenstein auf dem Weg in eine nachhaltige Mobilität. "Wir beweisen mit dieser Kooperation einmal mehr, dass Baden-Württemberg als Kernland des Automobils auf vorbildliche Art und Weise Wirtschaft und Umweltschutz vereinen kann und erneut seiner führenden Position im Bereich moderner Technologien und innovativer Mobilitätskonzepte gerecht wird", so der grüne Politiker.

Car2Go ist nach dem Start in Ulm inzwischen auch in Hamburg, Austin/Texas, Vancouver/Kanada, Lyon/Frankreich, San Diego und Amsterdam verfügbar, wobei die letzteren beiden kurz vor dem Start stehen und ebenfalls eine vollelektrische Flotte erhalten werden.
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text  Hanno S. Ritter
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