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Samstag, 20. August 2022,
Neue Abstimmung, Optik-Zugaben und mehr Ausstattung mit Preisvorteil

Porsche bringt erstmals einen Macan T

Bisher war das Kürzel "T" bei Porsche den Baureihen 718 und 911 vorbehalten. Nun bringt es der Sportwagenbauer erstmals auch im Macan zum Einsatz. Duie neue Variante soll ein puristisches Fahrerlebnis bieten, bietet in erster Linie aber optische und technische Zugaben mit – überschaubarem – Preisvorteil.
Porsche bringt erstmals einen Macan T
Porsche
Porsche bringt erstmals
einen Macan T zu den Kunden
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Während Mercedes die T-Modelle aussortiert, führt Porsche eines ein. Das hat natürlich nichts miteinander zu tun, ist aber dennoch ein naheliegender Einstieg in die Geschichte um den Macan T. Dieser Buchstabe steht bei Porsche seit den 1960er-Jahren für "Touring" und markiert nach Herstellerdoktrin Modelle, die mit "gezielter Abstimmung, exklusiver Ausstattung und schlanken Motoren ein besonders puristisches Fahr-Erlebnis bieten".

Prinzipiell basiert der Macan T auf dem Macan ohne Kürzel, also auf dem Basismodell mit dem Zweiliter-Vierzylinder, der 265 PS Leistung und 400 Newtonmeter Drehmoment entwickelt und unter anderem schon im Golf GTI eingesetzt wurde. Im Vergleich zum Macan S mit seinem Sechszylinder gibt es in der Basis deutlich weniger Leistung, weniger Image, blasseren Sound - aber auch weniger Verbrauch, weniger Preis und weniger Gewicht - letzteres nicht ganz unwichtig für ein "puristisches Fahr-Erlebnis". Rund 60 Kilo beträgt der Unterschied.

Wie beim Macan generell üblich, ist der Motor an ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (PDK) und an das Allradsystem Porsche Traction Management (PTM) gekoppelt, was nur bedingt für ein "puristisches Fahr-Erlebnis" steht.. Mit dem serienmäßigen Sport Chrono Paket inklusive Mode-Schalter und Sport Response Button am Lenkrad beschleunigt der Macan T in 6,2 Sekunden auf Tempo 100 und erreicht maximal 232 km/h.

Modellexklusiv kombiniert Porsche beim Macan T das Stahlfahrwerk mit Porsche Active Suspension Management (PASM) serienmäßig mit einer Tieferlegung der Karosserie um 15 Millimeter. Für ein, nochmal, "puristisches Fahr-Erlebnis" sorgen außerdem steifere Stabilisatoren an der Vorderachse und eine hecklastige Abstimmung der Stabilitätskontrolle. Optional ist eine adaptive Luftfederung mit PASM und weiteren 10 Millimetern Tieferlegung verfügbar, die es im normalen Macan nicht gibt. 

Optisch setzt sich der Macan T durch in Achatgraumetallic lackierte Elemente von der Basis ab. Die exklusive Kontrastfarbe findet sich an der lackierten Bugblende, an Außenspiegeln, Sideblades, Dachspoiler und den Schriftzügen am Heck. Jeweils in glänzendem Schwarz lackierte Sportendrohre und Seitenscheibenleisten sind ebenfalls Serie. Auf den Sideblades ist der Schriftzug "Macan T" in Schwarz zu lesen. Ab Werk steht der Macan T auf 20 Zoll großen Macan S-Rädern – exklusiv in dunklem Titan ausgeführt.

Im Interieur tragen die Sportsitze mit elektrischer Achtwege-Verstellung exklusive Bezüge, die auf dem Lederpaket schwarz basieren. Auf den vorderen Kopfstützen befindet sich ein geprägtes Porsche-Wappen. Dazu kommen Ziernähte in Silber an Sitzen, Kopfstützen und Lenkrad.

Zum Serienumfang gehören zudem das Multifunktions-GT-Sportlenkrad inklusive Lenkradheizung, Sitzheizung vorne sowie die Sport Chrono-Stoppuhr im oberen Teil des Armaturenbretts. Die Einstiegsleisten sind ab Werk in Aluminium schwarz ausgeführt.

Der Macan T kostet ab 69.462 Euro, das sind fast exakt 5.000 Euro mehr als für den Basis-Macan aufgerufen werden. Die meisten Kunden werden sich trotzdem darüber freuen, denn die diversen Zugaben bedeuten einen Preisvorteil von mindestens 3.500 Euro (nicht alle Optionen sind regulär bestellbar).

Andererseits ist es wie immer bei Porsche: Die Serienausstattung ist arg knauserig. Nicht nur "Nettigkeiten" lassen sich die Stuttgarter extra bezahlen, sondern auch als selbstverständlich vorausgesetzte Dinge in dieser Klasse. Beispiele gefällig? Selbst abgedunkeltes Glas, Rückfahrkamera, 75-Liter-Tank, automatisch abblendende Spiegel, Handy-Ladeschale, Keyless-System und die meisten Assistenten (Spurhalte-, Spurwechsel-, Park-Assistent, Verkehrszeichenerkennung, Abstandstempomat) kosten extra, kurz: ein feiner Macan T kommt auf 85.000 Euro. Mindestens.
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text  Hanno S. Ritter
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