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Freitag, 1. Juli 2022,
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Motoren offenbar von BMW/PSA / BMW erhält Bluetec-Technik von Daimler

Mercedes: Eigene Plattform für nächste A- und B-Klasse

In die Mutmaßungen um Plattform und Motoren für die nächste Generation der Mercedes A- und B-Klasse kommt allmählich Klarheit. So werden die Stuttgarter die Plattform nun offenbar doch selbst entwickeln, die Motoren aber von BMW/PSA übernehmen – im Tausch. Daimler- und Mercedes-Chef Dieter Zetsche sagte dem Magazin "auto motor und sport", man habe zwar grundsätzlich eine positive Einstellung zu einer innigen Zusammenarbeit. Doch im Detail habe es bei den Gesprächen mit BMW und Fiat Probleme gegeben.

Zetsche: "Wir haben in den eigenen Modellreihen viele Themen und Prinzipien eng vernetzt." Die hätte man über Bord werfen müssen, wenn man mit einem anderen Hersteller eine Plattform teilen würde. Deshalb, so das Magazin, arbeite Mercedes nun an einer eigenen Plattform unterhalb des C-Modells, mit Frontantrieb und hoch aufgerichteten Quermotoren. Auf dieser Basis wollten die Stuttgarter rund 300.000 Autos mit bis zu vier Modellvarianten pro Jahr produzieren. Geplant sei auf dieser Plattform auch ein kleines SUV unterhalb des GLK, der ersten Überlegungen zufolge bei Magna in Österreich gebaut werden könnte. Ein Sprecher wollte die Informationen nicht kommentieren.

Zudem will Mercedes künftig A- und B-Klasse offenbar optisch stärker differenzieren. Die A-Klasse wird es laut Zetsche nur noch als zweitüriges Coupé und eventuell auch als Cabrio geben, während die B-Klasse die Positionierung als Hochdach-Karosserievariante besetzen soll. Derzeit laufen bereits die Verhandlungen mit dem Betriebsrat über die Standorte für die Produktion. Alternativ zum bisherigen A- und B-Klasse-Werk Rastatt denkt Mercedes wohl auch über den Bau eines neuen Werkes für Kleinwagen in Ostdeutschland oder in Osteuropa nach. Bereits im vergangenen September deutete Mercedes-COO Rainer Schmückle solche Pläne an, nachdem jene für ein Werk in Russland auf Eis gelegt wurden.

Die Motoren für die Nachfolge-Modelle der A- und B-Klasse sollen aus der Kooperation zwischen BMW und PSA (Peugeot/Citroen) stammen, wie man sie etwa aus dem Mini oder dem Peugeot 207 kennt. Im Gegenzug wird BMW dem Bericht zufolge die Bluetec-Technik mit Harnstoffeinspritzung von Mercedes übernehmen. Entgegen früherer Planungen sollen die Entscheidungen nicht mehr dieses Jahr verkündet werden, sondern spätestens im März 2008.
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text  Hanno S. Ritter
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