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Sonntag, 22. Mai 2022,
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Kleinstwagen kommt Anfang 2009 / Gleiche Plattform wie Fiat 500

Neuer Ford Ka: Erste Bilder

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Ford Ka
Ford
Auf dem Pariser Salon im Herbst wird Ford die Neuauflage des Ka präsentieren. Verwertbare Infos dazu gibt es noch nicht, wohl aber haben die Kölner bereits jetzt erste Bilder veröffentlicht. Ein Rück- und Ausblick. Ist er ein Klassiker, der Ka, wie Ford es - immerhin in Anführungszeichen - behauptet? Nein, das wäre sicher zu hoch gegriffen. Wahr aber ist, dass der Ka eine Ausnahmestellung im Ford-Portfolio ebenso wie in der gesamten Branche einnimmt.

Ganze zwölf Jahre nämlich ist es her, dass der eigenwillig gestylte Kleinstwagen das Licht der Welt erblickte. Zwölf Jahre bedeuten in der heutigen Auto-Welt in aller Regel zumindest zwei Generationen: Der Ka kam auf den Markt, als der Golf III so allmählich auslief, und er erlebt nun noch die Einführung des Golf VI in diesem Herbst. Vor allem aber: Seit 1996 hat sich das Auto nicht wesentlich verändert. Keine Facelifts waren zu vermelden, jedenfalls keine einschneidenden. Die Hintergründe hierfür sind nicht klar einzuordnen, und doch hat dies dem Zweitürer eine extra Portion Zeitlosigkeit und Selbstbewusstsein beschert.

Ein recht großes Erbe also für ein kleines Auto, und so ist es schade, dass die Kölner sich zur Neuauflage bisher nur in Allgemeinplätzen äußern mögen. Nicht einmal die Abmessungen sind demnach zu vermelden, sondern nur, dass das Design effektvoll sei, der Auftritt selbstbewusst und überhaupt das ganze Auto "frisch, frech und funky". Nun ja.

1996 überraschte der Ka mit einem außergewöhnlichen Design, das auf die Bezeichnung "new edge" getauft worden war, für viele Diskussionen sorgte - und für heutige Verhältnisse weniger merkwürdig aussieht als man dies hätte erwarten können. Der neue Ka folgt nun dem "Ford kinetic Design", das nicht weiter beschrieben werden muss, wenn man Focus, Mondeo und vor allem den neuen Fiesta kennt.

So sieht der neue Ka dem größeren Bruder auch durchaus ähnlich, ohne diesem dabei aber zu nahe zu rücken. Die kleineren Ausmaße und geringeren Überhänge, der Verzicht auf das vordere Dreiecksfenster und die Spiegelblinker oder der steilere Heckabschluss sind nur einige Beispiele für die Unterschiede. Auch hat der Ka im Gegensatz zum Fiesta und zu bisher den Tankdeckel dort, wo er hingehört - also auf der rechten Seite. Der Grund liegt in der Basis: Der Ka teilt sich die Plattform (und auch die Motoren) mit dem Fiat 500, und wird auch zusammen mit diesem in Polen gebaut.

Zuletzt ein Blick ins Interieur: Die Asymmetrie der Mittelkonsole entfällt, die Klimaanlage wird künftig über Tasten anstelle von Drehreglern bedient und verfügt über zwei kleine Displays, die Fensterheber-Schalter wandern von den Türen in die Mittelkonsole, die Instrumentierung wird ruhiger und um das sonst vielerorts eingesparte Kühlwasser-Thermometer ergänzt, und das Handschuhfach erhält einen Deckel.

Besonders beliebt ist der Ka bei der weiblichen Kundschaft, und gerade mit dem Dauer-Sondermodell "Student" hat Ford auch besonders preissensible Käufer angesprochen. Sicher wird es auch künftig ein entsprechendes Angebot mit vierstelligem Preis geben. Wer glaubt, das alles klinge so schlecht nicht, muss sich allerdings noch gedulden. Bis der neue Ka auf die Straßen kommt, wird es voraussichtlich Februar/März 2009 werden. In der Ruhe liegt die Kraft.
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text  Hanno S. Ritter
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