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Sonntag, 29. Mai 2022,
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Leichte Designretuschen mit LED-Lichttechnik / Neuer Basismotor

Mercedes CLS: Modellgepflegt ins neue Jahr

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Mercedes CLS-Klasse
Daimler
Während sich mit dem VW Passat CC ein erster Konkurrent auf den Weg macht, frischt Mercedes den bereits fast vier Jahre alten CLS als Begründer des Segments der "viertürigen Coupés" auf. Das Design wurde behutsam aktualisiert, zudem gibt es eine neue Basismotorisierung. Dezent, aber gekonnt - so lasse sich das Ergebnis der stilistischen Neugestaltung des CLS beschreiben, schreibt der Autobauer im Begleittext zum CLS-Facelift, und dabei haben die PR-Leute einmal nicht so sehr übertrieben wie sonst üblich.

In der Frontansicht fällt der modifizierte Kühlergrill auf, der nun zwei statt zuvor vier Lamellen aufweist und damit gleichermaßen erwachsener und stattlicher wirkt. Die nun rautenförmigen und grau lackierten Gitter in den Luftöffnungen verleihen der Frontansicht mehr Präsenz und Sportlichkeit, wirken aber gleichzeitig einen Tick zu aufdringlich. Am Heck gibt es eine zusätzliche horizontale Lichtkante in der Heckschürze, deren mittlerer Bereich tiefer heruntergezogen ist. Dazu kommen trapezförmige statt vorher ovale Auspuffendrohr-Blenden. Die Seitenansicht bleibt abgesehen von neu gestylten Rädern unverändert; der 500 erhält nun 18- statt 17-Zöller.

Außerdem hat sich Mercedes bei der Modellpflege endlich auch einmal dem Lichtdesign gewidmet - wenn auch nur in Ansätzen. So gibt es einerseits die bereits vom SLK-Facelift und dem GLK-Vorläufer bekannten, pfeilförmigen Blinker in den vergrößerten Außenspiegeln, andererseits und überfällig auch LED-Technik für die hinteren Blinkleuchten. Sie sind entsprechend ebenfalls in Pfeilform ausgeführt - diese Gestaltung könnte ein Trend und Markenzeichen werden. Das Bremslicht wandert SL-like nach unten und ist somit nicht mehr separat vom Schlusslicht ausgeführt.

Außerdem erhält der CLS Seitenmarkierungsleuchten, wie man sie bisher hauptsächlich von einigen Volvo- und neueren BMW-Modellen kennt, nicht aber Tagfahrlicht. Stattdessen ist eine neue Deaktivierungsfunktion des Abblendlichts bei ausgeschalteter Zündung angekündigt, die das Energiemanagement optiomieren soll, aber wohl nur bedeutet, dass das Licht mit dem Motor ein- und ausgeschaltet wird, wie man es in anderen Baureihen schon länger programmieren kann.

Im Interieur fällt das Auge auf ein neu gestaltetes Dreispeichen-Multifunktionslenkrad und ein modifiziertes Kombi-Instrument mit nun weißen Ziffernblättern und der unruhig wirkenden Kursivschrift. Neue Holzapplikationen in Kastanie lösen die Farbgebung Laurel matt ab. Zudem halten die neuen Audio- und Navigationssysteme Einzug.

Neues Basismodell wird der CLS 280. Sein Sechszylinder leistet 231 PS und entwickelt ein Drehmoment von maximal 200 Newtonmetern. Damit lässt sich der Standardsprint in 7,7 Sekunden erledigen und eine Höchstgeschwindigkeit von 245 km/h erreichen. Während dies in den meisten Fällen eine ausreichende Ansage sein dürfte, entlarvt der Blick auf den Normverbrauch die neue Variante vor allem als preisliches Lockmittel: 9,9 Liter und damit 0,7 mehr als beim CLS 350 CGI mit dem 292 PS starken Direkteinspritzer nennt das Datenblatt.

Der achtzylindrige CLS 500 mit 388 PS bleibt ebenso unverändert wie der CLS 320 CDI mit 224 PS, der schon wegen des Verbrauchs von unter acht Litern die rationalste Motorenwahl darstellt.

Unangefochtenes Topmodell bleibt der CLS 63 AMG mit dem 514 PS starken Achtzylinder, dessen neu konstruierte Nachschalldämpfer für ein markanteres Klangbild sorgen sollen. Die Siebengang-Automatik verfügt hier neuerdings über eine automatische Zwischengasfunktion beim Herunterschalten. Auch der AMG-Bolide erhält im übrigen die zwei Querlamellen im Kühlergrill und nun 19 Zoll große Räder im Triplespeichen-Design.

Bestellbar sind die überarbeiteten Modelle ab sofort, die Auslieferungen beginnen im März 2008. Während der CLS 280 mit rund 55.700 Euro einen günstigeren Einstieg in die CLS-Klasse als bisher ermöglicht, werden die übrigen Varianten teurer. So kostet der CLS 320 CDI nun 59.320 statt 58.900 Euro und der 350er 61.400 statt 60.270 Euro. Die V8-Varianten erfordern eine Investition von 75.050 Euro bzw. beim AMG-Boliden von 106.620 Euro, das sind rund 900 bzw. 1.900 Euro mehr als bisher.
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text  Hanno S. Ritter
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